Leuchttürme

Leidenschaft Leuchttürme…

Seit jeher haben sie eine seltsame Faszination auf uns ausgeübt. Die Außenposten der Zivilisation. Sinnzeichen der Einsamkeit und Sehnsucht. Die letzten Winkel der Menschlichen Existenz. Leuchtende Stecknadeln die Berge, Wiesen, Felder, Wälder und Städte auf dem Blaugrund der Ozeane befestigen, und die Kontinente am wegschwimmen hindern. Eisbergarchitektur; 7/8 befinden sich unter der Oberfläche. Anker der Menschheit, Laternen mit Ambiente, Randerscheinungen der Beharrlichkeit.

Wachtürme, die zwischen den Elementen vermitteln. Es ist wohl der symbolische Wert dieser Bauwerke, die sie für uns so interessant machen, in jedem Fall sind es die Orte an denen sie sich befinden. In wie weit der Standort die architektonische Vorliebe bestimmt lässt sich nur vermuten, vielleicht handelt es sich um eine für Seereisende praktische, für uns eher willkürliche, in ihrer Anordnung austauschbare Leidenschaft. Wer weiß, würden an den Landenden überall große, weithin strahlende Werbetafeln statt Leuchttürmen aufgestellt, vielleicht würde unsere Begeisterung ohne es so genau zu verstehen und herleiten zu können für diese Werbetafeln entflammen und wir würden unsere Reiserouten nach ihnen auslegen, Fotos von ihnen machen, Kalender drucken lassen, kleine Plastikminiaturen von ihnen kaufen, größere elaborierte Blechnachbildungen sammeln, Geschirr mit entsprechenden Decors etc.

Es ist für uns ohne zu übertreiben zum Kult geworden. Daraus hat sich die Sammelleidenschaft entwickelt, die nahtlos in eine Lebensphilosophie überging. Unsere Reisen stehen ganz im Zeichen des Leuchtturms und wenn wir ehrlich sind, sind wir noch nie von ihnen fehlgeleitet worden.

Achja und Leuchttürme sind natürlich Phallus-Symbole!

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