12.8. – 16.8.25

12.8. Zalipie

Das Dorf Zalipie ist zum Malen schön. Es hat sich gleich selbst bemalt! 

Die frühere Armut und die rußigen Wände in den Häusern sollten durch die Ornamente verdeckt werden. Daraus ist eine Volkskunst entstanden, die heutzutage etliche Besucher anlockt. 

Verstreut sind etwa 40 Häuser zu sehen. Es gibt aber kein Konzept oder Plan. Wir müssen sie wie bemalte Ostereier suchen. Die bunten Blumenmotive findet man an der Feuerwache, Zäunen, Brunnen, Blumentöpfen und natürlich an den Häusern als  Blumengirlanden um die Türen und Fenster. 

13.8. Jezioro Tarnobrzeskie, Sandomierz

Das morgendliche Rufen der Tauben nervt. Max hatte  uns schon vorgewarnt.

Die Besichtigung der  Kirche von Zalipie  haben wir uns für heute Morgen aufgehoben und so sind wir dort ganz allein.  Das rundet unseren chaotischen Besuch von gestern ab, denn hier sind die floralen Bemalungen am schönsten. All die bunten Blumenornamente finden sich hier wieder – im Deckengewölbe, Säulen, Altar….

 

Abends stehen wir bei Tarnobrzeg oberhalb des Sees Tarnobrzeskie neben einer Zipline. Hier ist was los! Ganze Familien stürzen sich an der Leine  ins Tal hinab. Das Vergnügen dauert nur eine Minute! 

14.8.

Eine Badestelle am Jezioro Tarnobrzeskie zu finden ist schwer. Wir müssen den See  umständlich umfahren.  Das Baden ist dann aber  so  erfrischend und das Wasser so klar, dass wir uns an den Menschenmenge  nicht stören.  Die Abkühlung haben wir uns verdient, es sind schon wieder 33 Grad.

Unterwegs gibt es nichts, was unsere Aufmerksamkeit erregt. Ein Dorf schließt sich an das nächste an, wieder mit riesigen Grundstücken hinter Hecken.  Polen hat die niedrigsten Baukosten in ganz Europa und erlebt einen wirtschaftlichen Aufschwung auch durch die Auslagerung von Firmen z. B. aus Deutschland.

Aber plötzlich steht da das Cavemobil am Straßenrand und wir bemerken doch einige gravierende Unterschiede zu unserem Rolling Stone! 

Zum Glück ist unser fahrender Freund gut ausgestattet, dass er nicht nur Reisen ermöglicht sondern auch gleichzeitig Wohnstätte ist im Gegensatz zum Steinzeitmobil.  Der Holzkünstler stellt noch weitere Miniaturen in seinem Garten aus. Fotografieren ist ausdrücklich erlaubt.

Die Stadt Sandomierz  besuchen wir trotz des heißen Wetters. Wir  tauchen  gleich hinter dem Stadttor in das  quirligen Treiben ein,  schlendern durch die Fußgängerzone bis  zum Rathaus nicht ohne mal in das eine oder andere der  hübschen kleinen Geschäfte zu schauen und werden sogar fündig…

Irgendwas mit Katzis geht bei mir immer. Unterwegs haben wir in der Slowakei und in Polen keine streunenden Schnurrer oder Bellos getroffen –  gibt es eben ein Holzkatzi…

Außerdem sind wir kulinarisch heute wieder voll drauf…

Abgerundet wird der Stadtgang mit einem Eis und schon geht es wieder auf die Piste. Sonst war Regenwetter Fahrwetter – im Sommer ist bei Hitze Fahrwetter – die Klimaanlage im Auto verschafft uns Abkühlung.  

Oberhalb der Weichsel finden wir einen Platz mit Aussicht. Unsere Plätze werden immer seltsamer – zwischen Pflaumenplantage und Steinbruch. Auch der Unterstand sollte mal was werden – aber wo sind die Bänke? Laterne und Dachrinne sind nur halb fertig. Uns soll es egal sein, denn das Ding bietet viel Schatten und  wir haben hier oben ab und zu einen leichten Luftzug. 10 Meter vor uns geht es weit  hinunter zum Steinbruch bevor man an den Fluss kommt.

15.8. Zalew Zemborzycki – See bei Lublin

Heute ist ein Feiertag in Polen Mariä Himmelfahrt – für uns Kochtag. Es ist recht aufwendig, mehrere Gerichte zu kochen, eine kleine logistische Herausforderung angefangen  beim Einkaufen auf Vorrat und das Verstauen  im Kühlschrank und in der Garage. Dann müssen wir  noch  eine Kochnische  in der Landschaft finden, denn das Zubereiten der Speisen für 1-3 Tage mit Resteverwertung kann schon dauern und braucht Platz. Wir haben zwei kleine Gaskocher zur Verfügung. Heute fangen wir mit Kartoffeln an, dazu Porree. Fisch wird gebraten und wir können Mittag essen. Restkartoffeln und übrig gebliebener Porree sind für morgen für die Kartoffel-Porree-Pfanne mit Ei. Dann landen die Buletten in der Pfanne für den dritten Tag. Vor dem Essen habe ich noch Pflaumen in der Plantage hinter dem Womo geklaut. Nach dem Essen wird der Kuchenteig vorbereitet und in die neue Silikonform des Omnia  gefüllt. Die Bouletten sind  fertig. Zuletzt wird der Omnia aufgesetzt für eine Stunde Kuchenbacken. 3 Stunden Kochmarathon – die Belohnung ist unser erster gelungene Kuchen im Omnia, der neue Omnia ist ein GT-Geschenk von den Kindern – Vielen Dank! 

Vom Feiertag ist erst am See Zemborzycki etwas zu merken. Er liegt vor  der Stadt Lublin.  Die Polen verbringen ihre Zeit mit Grillen und Wildcampen um den See herum. Der Stausee sieht nicht gerade einladend aus, noch dazu ist er schwer zugänglich, weil er durch eine flache Steinmauer eingegrenzt ist. Wir sehen nur eine einzige richtige Badestelle.   So gehen die Leute spazieren oder umfahren den See mit dem Rad auf einem Waldweg, ein paar paddeln mit dem Kajak. Es gibt schönere Orte, alles ein wenig müllig, kein Tourist verirrt sich hierher. 

16.8. Radzyń Podlaski

Wir durchfahren  Lublin, eine Stadt mit vielen Neubauten, hangeln uns von einem kleinen See zum anderen bis wir feststellen – voll ist es überall. 

Im Ort Radzyń Podlaski stossen wir auf den Palast Potockich, alles schön Rokoko, heute ein Hotel. Im Schlossgarten wird auf der  Freilichtbühne trotz Hitze eifrig Klavier gespielt.

Auf dem Marktplatz hat die Feuerwehr eine Dusche installiert, die uns Abkühlung verschafft. Im Umkreis gibt es gleich drei Eisläden. Mit einem „Lody“ und Klimaanlage geht die Fahrt entspannt weiter. 

 

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