18.7.-22.7. Velence-See – 23.7. Budapest

18.7.-22.7. Velence-See

Wir umfahren den Velence-See Stück für Stück mit dem Fahrrad und mit dem Auto. Zunächst schauen wir uns Denkmäler an, u.a. diesen großen Kerl, ein überdimensionaler Husar aus Beton, ein Denkmal für den Befreiungskrieg.

Und auch dieses Denkmal für die gefallenen Soldaten im 2. Weltkrieg  sieht irgendwie skurril aus. 

Das ganze wird aber noch durch ein weiteres Denkmal getoppt – in Form einer Burg. Der Bildhauer  und Architekt Prof. Jenö Bory (1879-1959) hat sie entworfen und 40 Jahre lang fast eigenhändig aufgebaut  – als  Liebeserklärung an seine Frau, was für eine  Ramontik!

Im Ganzen gesehen hat  er sich damit auch sein Denkmal geschaffen, denn überall stehen seine Skulpturen, im Garten, im Innenhof. In den Räumen der Burg ist jede Wand mit Ölgemälden geschmückt und auch hier stehen noch zahlreiche kleine und große Skulpturen. 

Lebensgroße Gipsabgüsse  befinden sich in den Arkaden im Hof, die später in Bronze  im ganzen Land verteilt sind. 

Der Garten allein ist ein Augenschmaus mit vielen wohlriechenden Rosen.  Insgesamt fast überladen, ist dennoch alles gut positioniert und schön anzusehen. Überall trifft man auf das Gesicht seiner Frau als Skulptur oder im Ölportrait. Wir sind beeindruckt…

… und hungrig und so finden wir uns bald am Buffett am See wieder, wo es die allerorts frittierten kulinarischen Genüsse Ungarns gibt. Langosch und Hekk sind die bekanntesten und günstigsten Gerichte am Balaton und auch am Valencesee. Der Fisch wird seit den 60iger Jahren aus Argentinien importiert, weil er wenig Gräten und viel Fischfleisch hat und in der knusprigen Panade lecker schmeckt. 

Satt und zufrieden mit dem Tag stehen wir unweit des Sees und starten von dort aus unsere nächste Radtour. Von Gardony radeln wir bis zum Hauptort Valence. Der Radweg ist was für Glattbahner, Null Steigung, fast immer am See entlang, gut ausgeschildert, mit vielen Gaststätten, Badestellen und Freibädern am Wegesrand. Kein Wunder, dass unzähliger Radfahrer aller Altersgruppen unterwegs sind. 

In Valence finden wir ein schattiges Bäumchen und staunen, wie erfrischend das  Wasser ist. Allerdings steht man mit den Füßen im Schlamm. Der Velence-See ist reich an Mineralstoffen, die  Gelenkbeschwerden lindern können.  Das Wasser fühlt sich wahrscheinlich deshalb so seifig an. Wir stehen ein paar Tage mitten in einer  Savanne – ödes Grasland mit vereinzelten Bäumen, 50 Meter zum See, für uns trotzdem ein Top Platz bei 35 Grad Temperatur.  Hier haben wir alles was der Freisteher so  braucht – Camping mit Hängematte, Koch- und Badestelle – und bleiben ein paar Tage.

Budapest 23.7.

Spontan entscheiden wir uns für eine Radtour an der  Donau entlang – in der Hauptstadt Budapest! Wo wir in unserer Jugend zu Fuß durch die Stadt gepilgert sind, macht es jetzt  richtig Spass mit dem Rad entlang des Flusses zu fahren.

Vieles hat sich verändert, doch die alten Gebäude sind geblieben – die Hängebrücken, Gellertberg, die Markthalle, das Parlament, Fischerbastei.

In der Markthalle können wir traditionelle ungarische Küche genießen, Krautrouladen und Gulasch und uns in „alte Zeiten“ zurückversetzen.   

Die Donau ist voll von Flusskreuzfahrtschiffen, die alle in Budapest halten. 

Mit einem Picknick mit Sonnenuntergang  in der Stadt Vac am Donauknie verabschieden wir uns von der Donau.

Wir schauen den letzten Flusskreuzern hinterher und wie die  Budapest Rallye 2025 endet auch  unsere Fahrt durch das schöne Ungarn aber erst nachdem wir unseren letzten Einkauf erledigt und  unser letztes Lángos Baconos-hagymaś für 1580 Forint verschmaust haben. Weiter geht es Richtung Slowakei.

FAZIT

Die fortwährende Hitze bei 30 Grad seit Anfang Mai erschöpft uns immer mehr.  Überraschenderweise gibt es in Ungarn noch mehrere kleine und große Seen zur Abkühlung, wo wir die Temperaturen gut überbrücken, Fahrrad fahren können und auch kulninarisch auf unsere Kosten kommen. Dieses sympathische Land, scheint auch den Einwohnern zu gefallen, denn viele machen an diesen Seen Urlaub. Die Angelleidenschaft der Ungarn ist exzessiv, fast an jedem See haben sie ihre Angelcamps. Vieles kommt den Menschen zugute in ihrer Freizeit – Freibäder, super Radwege und günstiges Essen sowie zahlreiche Attraktionen für Kinder. 

Orban setzt auf große Anreize in der  der Familienpolitik und die Ungarn danken es  mit vielen Kindern. Das Gefühl hatten wir jedenfalls als wir in den  Strandbädern  so mittenmang waren.  Freistehen ist auch in Ungarn kein Problem und so werden wir sicher wieder einmal durchreisen  – eher in der Nebensaison, da haben wir nicht nur freien Eintritt in den Strandbädern sondern auch freie Liegewiesen. 

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