2.6. Podgorica
Der Grenzübergang am See ist unproblematisch, der nächste Baum zur Mittagspause unser.
Die Weiterfahrt über die Stadt Podgorica überrascht uns. Die Hauptstadt ist supermodern – und es wird immer weiter gebaut, der Wohnungsbau boomt so richtig, auch was eine Großstadt noch braucht, Shoppingmall, Banken aber auch viele schöne Parks. Montenegro ist nicht in der EU, hat aber schon den Euro.

Weit hinter der Stadt hinter einer Bahnlinie am Fluss freuen wir uns auf ein bisschen Abkühlung bei 30 Grad. Als wir den Fluss erreichen, liegen darin 3 tote Schweine – damit ist uns die Lust auf ein Bad schlagartig vergangen.

Wir begnügen uns mit einem Platz am Feldrand hinter dem Flussufer, wo der Bauer noch am späten Abend seinen Kohlköpfe erntet.
3.6. Budva
Der Skutari-See wird in Montenegro ganz anders vermarktet als in Albanien wo er naturbelassen und überhaupt nicht touristisch aktiviert wurde. Gleich auf dem Parkplatz noch vor der Brücke halten wir, um einen Blick auf den See zu werfen und schon wird uns eine Bootstour angeboten.

Wir suchen lieber einen schattigen Baum zur Mittagspause – bei über 30 Grad existentiell. Seit Griechenland wissen wir, dass auf kleine Kapellen am Rande der Straße wie auch Geschützstellungen, wie wir später feststellen, immer Verlass ist.
Wassertemperatur um 20 Grad, Luft 30, eine Strandliege an der anderen. Und wo ist meine?

Sveti Stefan ist das Eiland, das vermutlich weiter der Prominenz vorbehalten ist. Die Hotelinsel ist ein Fünf-Sterne-Ressort. Deshalb ist es nur den Hotelgästen gestattet, sich kostenfrei dort aufzuhalten, alle anderen Besucher müssen Eintritt bezahlen. Wir haben schon Mühe einen Parkplatz zu finden, um oberhalb der Stadt überhaupt einen Blick auf die Insel ergattern zu können.

Und Budva ist dann der Ort, wo sich der Urlauber so richtig vergnügen kann. Hier ist kein Fischerboot mehr zu sehen, dieser Berufszweig ist nunmehr verdrängt. Heute schippern hier Yachten in allen Größen, Segler und Kreuzfahrtschiffe. Mit kleinen Booten werden die Gäste auf eine separate Felseninsel gebracht, um exklusiv am kleinen Strand zu liegen, denn die an den Hotels sind längst voll, obwohl die Hauptsaison noch nicht einmal richtig begonnen hat. Am Abend wird die Bucht mit Livemusik aus den Bars beschallt.
Und trotzdem – wir glauben schon nicht mehr daran – finden wir einen super Platz mit Ausblick über die ganze Bucht. Auf die alten Geschützanlagen ist eben Verlass! Diese befindet sich neben einer Burgruine. Wir beziehen Stellung in erster Reihe. Noch spätabends sitzen wir auf einem alten Bunker und bewundern das weite Meer und die Lichter der Stadt.

4.6. Bucht von Kotor

Den nächsten Tag haben wir nicht so viel Glück. Wir freuen uns auf die fjordähnliche Bucht von Kotor, denn wir haben sie 2021 schon einmal halb umfahren und noch richtig gute Erinnerungen daran. Von oben gesehen ist das auch ein Traum – in der Nebensaison!
Angefangen in Kotor über Perast und Herceg Novi ohne überhaupt einen einzigen Baum oder eine Bank im Schatten zu finden, ist das in der Hochsaison eine ganz andere Nummer. Die Urlauber werden mit Shuttlebussen und Taxis an die kleinen Altstädte herangefahren. Da wuseln sie dann wie Ameisen, schützen sich mit Regenschirmen oder skurriler Kopfbedeckung vor Sonne und Hitze. Die Straßen sind mit Autos und Motorrollern verstopft. Willkommen in der Urlaubshochsaison! Die Umrundung des Fjords schafft uns diesmal völlig. Für uns heißt das, heute noch über die Grenze zu fahren.
FAZIT Montenegro – bei unserem ersten Besuch 2021 waren wir echt begeistert von Montenegro, vor allem von der Bucht von Kotor. Diesmal sind wir fast durchgerauscht durch das Land und werden uns genau überlegen, ob wir noch einmal herkommen. Aber eins ist sicher – nie wieder in der Urlauberhochsaison!
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