11.4. – 17.4.25

1.4.  Olympia

An den Thermalquellen am Lake von Kaiafa bekommen wir Wasserschildkröten beim Sonnenbaden und fröhlichen Planschen zu sehen.  Die Quelle selbst wird für Besucher erst im Juni geöffnet. 

Olympia ist wieder eine echte Herausforderung für uns in Sachen Antike. Diesmal fangen wir mit den Ausgrabungen an und haben danach keine Lust mehr auf Museum. Das Gelände ist riesig aber immerhin ist es ein historischer Ort, der durch die Olympischen Spiele immer wieder belebt wird. Die olympische Flamme wird hier vor den Ruinen des Hera-Tempels entzündet. 

Die Stadt Olympia erwartet zum Wochenende Sportler und  extra Besucher wegen dem Radsportevent L´Etape by Tour de France.

Trotz des prominenten Namens sind nirgends bekannte Rennradfahrer zu sehen. Es ist  ein Jedermann-Rennen wie wir am nächsten Tag feststellen. 

Wir verziehen uns vor dem ganzen Trubel  in die Berge und stehen neben einem Hubschrauberlandeplatz, der wahrscheinlich auch schon lange keinen Hubschrauber mehr gesehen hat. Dafür haben wir einen super Ausblick auf die umliegenden Berge und Felsen. 

12./13./14. 4. Paralia

Unsere Nebenstraße ist am nächsten Tag durch das  Radrennen blockiert – wir hatten es schon geahnt.

Das Programm bietet heute 8,5 h The Race – Wettrennen, 5,5 h The Ride – Die Fahrt und The Fun ride – die lustige Fahrt für nur 2 Stunden.  Wir schauen in einer Kurve zu,  wie sich einige Fahrer an einer Steigung abmühen. Das scheint nicht die lustige Fahrt zu sein! Nur wir haben unseren Spass und  steigen irgendwann ganz gechillt  in unser Womo, um über eine Ausweichstraße den nächsten Strand zu erreichen.  Den Ehrgeiz dieser Sportler haben wir schon längst hinter uns gelassen.  

Aber wir sind vorsichtiger geworden, was die Platzsuche betrifft. Wo Spuren  eines  auf Asphalt kreisenden Autos zu sehen sind oder Scherben liegen, wollen wir lieber nicht stehen. Wir finden etwas ohne die App zu nutzen. Damit hatten wir schon öfter Glück, stehen bei Paralia mit Meerblick auf den Golf von Kyparissia und Sonnenuntergang vom feinsten ohne andere Kontaktcamper.  

Obwohl Griechenland nur etwa 37 % der Größe Deutschlands entspricht, kommen uns allein die Peloponnes riesengroß vor. Wahrscheinlich liegt es daran, dass wir alle vier Ausläufer ausgefahren haben. Seit Mitte Februar überwintern wir nun hier und die  letzten 70 km liegen vor uns bis wir über Patras wieder auf das Festland kommen. 

Am Strand kann man jede Menge Muscheln finden, die die Kreativität anregen. Irgendwann beginnt wohl jeder mal Muster zu legen. Das entspannt total.

 Hier wird aber noch etwas anderes gesucht! Ein Mann kommt auf uns zu und fragt, ob wir seinen Autoschlüssel gefunden haben. Wir sind skeptisch, ob das eine neue Masche ist, uns vom Womo wegzulocken. Er wird doch wohl nichts Böses im Sinn haben? Also hilft nur einer von uns bei der Suche.  Da ist natürlich mein Ehrgeiz als Pilzsucher geweckt! Aber wir finden ihn nicht. Der Mann kommt aus der Schweiz, hat hier in Strandnähe ein Ferienhaus gekauft, das er gerade ausbaut.  Er ruft per Telefon seine Baumannschaft zusammen, die einer nach dem anderen kommt, um beim Suchen zu helfen. Sie durchkämmen den Strand und finden den Schlüssel  tatsächlich! Wir sind  froh, als sich der ganze Tumult wieder auflöst und wir den Strand wieder für uns alleine haben. 

Aber wir sind nicht ganz allein, werden  von einem Rudel Hunde bewacht – die  ständig futtern wollen. Wir geben ihnen unsere letzten Vorräte, tauen den Kühlschrank ab und fahren weiter zum wöchentlichen Einkauf. 

Anschließend geht es in der letzten Zipfel der Halbinsel von Kyllini für das nächste Leuchtturmbild. Allerdings steht der auf einer Insel, sodass wir nur von weitem ein Foto machen können. 

15./16. 4. Kyllini

Genauso abgelegen ist unser nächster Platz neben einem  Militärgelände im Schutze eine kleinen Kapelle vor einer Grundstücksausfahrt. Wir haben Sicht auf den Fährhafen von Kyllini. Die großen gelben Fähren der Linie Levante Ferries locken uns am Nachmittag noch einmal direkt zum Fährhafen, wo wir uns das ganze Gewusel aus der Nähe anschauen. Drei Fähren werden gleichzeitig be- und entladen mit Lkw und Pkw. Da bekommt man richtig Lust, mal wieder selbst mitzufahren!

Zurück am letzten Standort, breiten wir uns richtig aus. Am nächsten Tag kochen wir. Mittendrin kommt der Grundstücksbesitzer. Der ist natürlich nicht erbaut, dass wir mit unserem ganzen Gedöns vor seiner Einfahrt stehen. Wir rücken ein Stück, essen in Ruhe und verschwinden erst dann. 

Im Naturschutzgebiet  von Kalogria gibt  es zwei Seen, Seidenreiher auf Schafen und

diese schöne Kapelle mittendrin.

Inzwischen haben wir fast 30 Grad. Im Naturschutzgebiet können wir nicht stehen.  Und so finden wir bei Alykes einen Platz am Hafen. Hier herrscht Endzeitstimmung, das ganze Fischerdorf ist irgendwie seltsam und wird uns noch eine böse Überraschung bescheren.

Zunächst frischt aber nur der Wind auf, sodass wir uns in der Nacht noch einmal umstellen müssen. Nun stehen wir mitten im Dorf und  tauschen Wellenrauschen gegen morgendlichen Hahnenschrei und Hühnergackern. 

Na dann – fröhliche Ostern!

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