28.02.-05.03.

28.2./1. März!

Kirche Ayios Nikolaos vor Nomitsis 

Hinter dem Taigeto-Gebirge beginnt die Manihalbinsel bis in den untersten Zipfel des mittleren Fingers der Peloponnes. 

Die Architektur unterscheidet sich völlig von den weißen Häusern von Kalamata.

Hier sind  Steinhäuser mit  Wehr- und Wohntürmen gebaut. Sie sind noch bis ins 19. Jh. zugleich Rückzugsgebiet für die Familien gewesen, denn bis  dahin gab es  noch die Blutrache. Familienclans haben sich gegenseitig ausgerottet oder vertrieben. 

Neben einer kleinen Kirche abseits der Straße ist davon nichts zu merken.  Hier finden wir wieder einen Platz der Ruhe.

Morgens mit dem ersten Sonnenstrahl beginnen als erstes die Margeriten ihre Blüten zu öffnen, kurz danach  erstrahlt die kleine Wiese vor uns  in ihrer vollen Farbenpracht mit zitronengelben Hornklee, roter und lila Anemonen, Phlox, Traubenhyazinthen. Die Vögel trällern wie im Frühling und die Bienen umschwirren die Blumen. 

Das ist das Paradies am 1. März bei sommerlichen Temperaturen.

Unterhalb der Kirche führt ein Weg zu einem Freilichttheater. Hier braucht es keine Schauspieler! Die ganze Kulisse liegt vor uns im Sonnenuntergang – die Bergdörfer zur linken und rechten Seite, die Landzungen, die von langen Wellen umspült werden. 

2. 3.  Mani-Halbinsel

Wir fahren Richtung Aeropoli und von dort nach Githio. 

Nicht nur die vielen kleinen Kirchen begeistern uns,  auch die  Dörfer in der Berglandschaft mit ihren Sandsteinhäusern und Burgtürmen ist Architektur, die sich sehen lassen kann. Selbst die neuen Häuser passen sich diesem Baustil an und so wirken die Dörfer wie ein Gesamtkunstwerk aus Sandstein gemeißelt. 

Riesige Buchten mit langen Sandstränden warten auf uns – und werden uns zum Verhängnis. Es gibt immer ein erstes Mal und so fahren auch wir uns so richtig fest im weichen Sand. Kein Mensch weit und breit. Wir versuchen uns mit allen Mitteln – Schranktür und anderes Strandgut –  aus der Misere zu befreien.

Irgendwann naht die Rettung. 4 kräftige junge Griechen haben uns wahrscheinlich von Weitem beobachtet und packen mit an und schieben uns aus dem Sand heraus. Ohne sie hätten wir das nicht geschafft!

3.3. Githio(Yithion)

Wir erobern die Stadt Githio – und sind nicht die einzigen. Die Stadt ist übervoll, die Menschen spazieren mit bunten Drachen zur Leuchtturminsel. Der Leuchtturm ist klassisch weiß. In der Mitte der kleinen Insel steht noch ein typisches Haus aus dem 18. Jh. mit Wehrturm wie es hier in der Gegend gebaut wurde – heute ein Museum. 

Die Griechen haben ein verlängertes Wochenende, sie feiern das Ende der Faschingszeit was zugleich der Beginn der Fastenzeit ist. Am Rosenmontag wird noch einmal richtig getafelt bevor die 48tägige Fastenzeit vor dem griechisch-orthodoxen Osterfest beginnt. Alle Gaststätten sind brechend voll. Die griechischen Christen bereiten sich seelisch und körperlich auf den Tag der Auferstehung Jesu vor. 

Überall werden bunte Drachen verkauft. Familien mit Kindern lassen sie steigen. Sie sollen die bösen Geister vertreiben. Der Drachen der am höchsten steigt, dem steht großes Glück bevor. 

Irgendeinem Pechvogel hat es den Drachen von der Leine gerissen, wir nehmen ihn mit und finden später sogar noch eine Schnur dazu am Strand.

Es ist der Strand, an dem das Dimitrios-Wrack liegt. Im Dezember 1981 hat sich das Schiff vom Hafen in Githio losgerissen und ist hier gestrandet – so sieht also ein Schiff nach über 40 Jahren aus – für Touristen ist es ein prima Fotomotiv.

Das sehen die deutschen Traveller wohl alle so, denn der  ausgewiesene Park4night ist fest in deutscher Hand. Die ganze Bandbreite ist vertreten – vom Aussteiger, Rentners über  Winterflüchtlige. 

4/5.3. Zwischen Trinisa und Valtaki

Der Strand ist zwar sehr schön, das Fotomotiv aber ausgereizt. Auf Schwurbeln haben wir keine Lust. Und so werden

unsere Stellplätze  immer abenteuerlicher. Nur ein paar Kilometer weiter stehen wir oberhalb der Steilküste auf einer alten Geschützanlage aus dem 2. Weltkrieg. Sie liegt gut getarnt hinter eine kleinen Kirche. Wir haben 360 Grad Rundblick, können nachts auf die Lichter der Stadt und durch das Womofenster über der Schlafkoje auf den großen Wagen schauen.  Seit einigen  Nächten haben wir sternenklaren Himmel.

Immer mal wieder eine kleine Windbö – genau richtig, um den Drachen auszuprobieren! 

Abends bekommen wir Besuch – erst einer, dann zwei… letztendlich 4 Hunde. Die fressen auch Katzenfutter und so ist die Tüte bald leer und der Hund satt und zufrieden.

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