21.2. -27.2.

21./22./23. 2. Akrogiali

In der Nähe großer Städte, wie Kalamata,  ist es schwieriger einen ruhigen Nachtplatz zu finden. Beim ersten Anlauf hat uns ein Grieche zum ersten Mal während unserer bisherigen Reise aufgefordert nicht zu campen. Danach werden wir von Deutschen vor Dealern gewarnt. So landen wir später an einer verlassenen kleinen Strandbar, wo die zwei Nischen direkt am Meer bereits mit zwei finnischen Caravans besetzt sind. Also stellen wir uns mit dem Womo direkt hinter den Tresen 2. Reihe. Wie sich später herausstellt, ist das nicht der schlechteste Platz. 

Am Sonnabend fahren wir zum Bauernmarkt nach Kalamata,  riesengroß mit einer zentralen Markthalle mit Fischerverkauf. 

An allen Ständen gibt es ähnliches Angebot an Gemüse, Kartoffeln, Karotten bis Äpfeln, Nüssen und verschiedenste Sorten Salat. 

Hendrik läuft  am Nachmittag durch die halbe Stadt, um eine  griechische Prepaidkarte für das Handy zu besorgen. Ich mache mir Sorgen, weil er ewig nicht wiederkommt. Kalamata ist riesig. Die Parkplätze sind überfüllt, die Menschen strömen in die City als ob es kein Morgen mehr gäbe.  Nur von weitem ist die Stadt  schön anzusehen, die weißen Häuser schmiegen sich rund um die Bucht. 

Wir kehren erst spät zu  unserem Platz an der Strandbar zurück, inzwischen skandinavisch besetzt. Noch 2 Schweden sind angekommen. Diesmal schaffen wir es nur in  die 3. Reihe. Trotzdem haben wir Blick auf die Bucht und den Strand mit weißen runden Steinen so groß wie Straußeneier. Das diese Strandbar von Vorteil ist, merken wir beim Kochen.

Wir können uns in der „Sitzgruppe“ ausbreiten mit Kocher und Pfanne, uns ein leckeres Gemüsegericht bruzzeln und  gleichzeitig die Sonne genießen. 

Am liebsten kochen wir draußen. Wir hatten schon einige gute Kochstellen  – am letzten Platz der verlassene Gemüsestand oder die Unterstände bei Theodoros Kolokotronis.

Könnten wir nicht auch unsere Stühle und Tisch rausholen? Das geht auch in Griechenland nicht überall. Es werden immer mehr Wohnmobile  und damit wird auch die Toleranz der Griechen irgendwann mal ein Ende haben.  In den meisten  Ländern ist es schwieriger geworden, besonders in der Sommerzeit. Da wollen uns die Einheimischen auf riesigen Zeltplätzen sehen –  Massenhaltung ist nicht artgerecht!

24./25./26./27.2. Kardamyli

Am malerischen Hafen in einer hübschen Bucht  – genau so wollen wir stehen! Zur Zeit sind die Häuschen rund um die Bucht unbewohnt.  Die Winterflüchtlinge haben sich um den ganzen Ort verteilt, stehen am ausgetrockneten Flussbett oder  abseits in Nischen am Meer. Auf dem Marktplatz sehen wir uns alle wieder beim Kaffeetrinken mit den Dorfbewohnern. Das Wetter ist super bei 18 Grad und so lässt uns der beschauliche Ort nicht los. 

Am Ende der Bucht vor der kleinen Hafenausfahrt steht ein sensationelles Haus, ehemals wahrscheinlich eine kleine Kirche, ist heute modern ausgebaut, ein Sommerferienhaus für den reichen Städter aus Kalamata? Das ist nur eines der  Traumhäuser, die wir  unterwegs sehen in exponierter Lage –  nichts für fahrendes Volk.   

Am nächsten Morgen wachen wir mit Vogelgezwitscher und dem seichten Plätschern der Wellen auf.  Gegen 8:00 Uhr wird Ella von einem Dorfbewohner mit frischem Wasser und Futter versorgt. Aufgeregt kommt sie aus dem Gebüsch hervorgeschossen und verteidigt ihren Fressnapf gegen die Tauben. Ella ist eine kleine Laufente (vermuten wir, wer es besser weiß….), die in der Bucht wohnt.  

Sie kann nicht fliegen, weil sie unterentwickelte Flügelchen hat und Laufenten eigentlich als Hausenten gehalten wird.   Aber sie schwimmt munter in der Bucht herum und stolziert über den steinigen Strand nachdem sie morgens im Meer  gebadet und  sich ausgiebig geputzt hat. 

Unser Leben so nah der Natur hat auch fast täglich mit Tieren zu tun, entweder spontan wie die vielen Katzen und Hunde, die einem über dem Weg laufen oder wie diese kleine Ente, neben der wir seit 3 Tagen wohnen. 

Und wir haben einen Kochplatz im Freien! 

Heute wird mit dem Omnia gekocht. Das ist ein praktischer kleiner Ofen, der aus einer Backform, einem Edelstahlboden  und einem Deckel besteht. Früher haben wir darin nur Brötchen aufgebacken. Aber dieses Ding aus Schweden kann ja noch viel mehr! Man kann damit Nudelauflauf und Gemüsegerichte kochen und sogar Kuchen backen. Durch die Ober- und Unterhitze läuft das genau wie bei einem normalen Backofen.

Sieht lecker aus und schmeckt auch so! 

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