11.2.-15.2.

11. 2. 

Mykene

Wir stehen unterhalb der Ausgrabungsstätte von  Mykene mit dem berühmten Löwentor und haben eine ganztägige Tour  durch die Akropolis von Mykene hinter uns.

Die Goldmaske des Agamemnon wurde im Jahre 1876 vom deutschen Archäologen Heinrich Schliemann hier entdeckt! 

Unabhängig von der großen archäologischen Ausgrabungsstätte sind wir am meisten von dem tollen 360-Grad-Blick begeistert und dem Kuppelgrab  unweit davon.  Als  bienenkorbförmige Kuppel über 10 Meter Höhe, hat  dieser Raum einen ganz ungewöhnlichen Trittschall – eine ganz neue Erfahrung! 

12.2. Argos

Auf den Markttag in Argos freuen wir uns, denn es macht Spass zwischen den Ständen herumzuspazieren, zuerst Preise zu vergleichen und dann mit viel frischem Gemüse – Kartoffeln, Karotten, Salat, Tomaten und Nüssen zum Womo zurückzukehren. 

Sogar frischen Fisch und Scampis haben wir heute eingekauft.  

Später sieht die Dorade dann so aus.

Am Platz vor der Kirche Saint Andrew Agios Andreas schauen wir auf eine blaue Wasseranlage mit plaudernden Damen. 

13. 2. 

Wir sind zu Theodoros Kolokotronis zurückgekehrt. Der steht immer noch auf seinem Sockel und schaut ins Tal.  Auch das bunte Womo ist wieder da, nur haben wir diesmal die Plätze getauscht und stehen deshalb schräg. 

Habe ich schon einmal erklärt, wie man ein Womo justiert, damit es wirklich gerade steht? Das ist jedes Mal eine richtige Aktion in einer Landschaft ohne Asphalt. 

Zunächst wird die bevorzugte Stelle angefahren. Dann wird eine Weile ausprobiert, ob wir auch ohne Keile gerade stehen. Behilflich ist uns Hendriks Wasserflasche aus Metall. Auf der geschlossenen Herdglasplatte rollt sie, wenn wir in die eine oder andere Richtung schräg stehen. Meine Aufgabe ist dann mit Hilfe der Wasserflasche die Waagerechte zu finden,  während Hendrik mit dem Womo hin- und herruckelt. Das kann so manches Mal dauern,  seltener gibt es eine Punktlandung. Wenn nichts mehr hilft, Keile runter oder mit Hilfe der Luftfederung Ausgleich schaffen.  Ein gerade stehendes Womo ist existenziell für einen guten Schlaf!

Das ist auch wichtig – Kultur am Arbeitsplatz!

14.2. Nafplio

Inzwischen haben wir 3 Nächte in den Bergen verbracht, einmal unterhalb der Ausgrabungen von Mykene und dann bei Theodoros Kolokotronis von den Peloponnes –  kann man nicht oft genug schreiben/sagen, bis man das drauf hat. 

Die Sonne hat sich in den letzten Tagen nur ab und zu blicken lassen. Nun hoffen wir auf ein schönes WE mit angesagten Temperaturen bis 18 Grad. Wir finden unseren Schlafplatz direkt am Hafen von Nafplio mit Blick auf die Stadt und die vorgelagerte kleine Festung. Über der Stadt thront die Burg Palamini,  abends beeindruckend beleuchtet. 

Der Tag hat sich wohl im Wetter geirrt – es regnet  zunächst.  

Trotzdem bummeln wir am Nachmittag durch die schmalen Gassen mit den kleinen Geschäften, die mit  Souvenirs und  Schmuck vollgestopft sind. Es sind kaum Leute unterwegs   – und das am Valentinstag! So können wir die hübschen Gassen ungestört fotografieren.

Zur Feier des Tages gönnen wir uns eine traditionelle Eiscreme von der Attica Gelateria di Roma in Greece!

Dann finde ich meinen Lieblingsladen! Jede Menge tolle Sachen, die wir aus der Kindheit kennen u. a. ein Kaleidoskop für 18 Euro – hat  das damals nicht mal nur eine Mark gekostet? Habe ich natürlich nicht gekauft. Aber  Lackbilder! Die mit dem Glitzer – nehm ich.

Dazu eine Katze die man aufzieht und die dann einen Salto dreht und Theodoros Kolokotronis – der muss mit –  als Schattenfigur (i.Bild rechts o.) 

Die Inhaberin des Ladens ist Holländerin und wohnt schon seit 30 Jahren Griechenland. Sie hat ein große Sammlung Blechspielzeug in ihrem Laden.  

15.2. Nafplio

Die versprochenen 18 Grad und Sonne sind endlich da!

Der griechische Mann kommt morgens zum Meer, sitzt in seinem Auto, raucht oder er angelt ohne einen Fisch zu fangen. Vermutlich kocht die Frau zu Hause, denn Frauen sind hier weit und breit nicht zu sehen.

Nur zwei  vom Wachturm sind in der Stadt unterwegs und drücken Hendrik ihr Extrablatt in die Hand. Erwachet! Genau – unsere neue Welt ist jetzt hier und jeder Tag ein Geschenk.

Am Hafen parken inzwischen viele Womos jeden Alters und Ausstattung von Weltreisemobil bis Sprinter. Erstaunlich, dass so viele Traveller zu dieser Jahreszeit hier unterwegs sind, wobei es an Touristenhotspots immer ein paar mehr sind.  

Wir bummeln noch einmal über die Promenade von Nafplion. Es ist eine der hübschesten Städte auf unserer Reise mit vielen alten Häusern und idyllischen Gassen.

Fast in allen Geschäften sind Komboloi in den Auslagen zu sehen. Als Spielzeug und Glücksbringer wird es überall verkauft, aus   allen Materialien hergestellt  – Glas, Bernstein, Holz, Nüssen.  Der Effekt ist immer derselbe – Zeitvertreib.  

Man lässt  die einzelnen Kugeln abrollen oder schwingen. Mein Komboloi hat 24 blaue Augen auf einer  Perlenschnur.  Das Symbol des Auges bedeutet   Schutz  vor bösen Mächten – kann ja hilfreich sein  bei unserer langen Reise.

Zum nächsten Strand sind es nur ein paar Kilometer. Hier versammeln sich vermutlich alle Womos vom Hafen, die Nafplio bereits passiert haben.  

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