1./2./25 Kato Poseidonia
Wir stehen genau neben dem Meer, können jeden Wellenschlag hören.

Für das WE sind weiterhin sommerliche Temperaturen angesagt. Auf der Suche nach einem neuen Stellplatz haben wir hinter Lavrion eine kleine Bucht bei Kato Poseidonia entdeckt.
Die Ferienhausanlagen rundum sind nicht bewohnt. Am Abend geben die beleuchtete Straßen der Anlagen ein schönes Lichtermeer vor der Punta Zaza Bay. Wie viele Menschen sich zur Saison hier tummeln, mag man sich gar nicht vorstellen.
Für uns ist es einfach ein schöner ruhigen Platz für die Nacht, um am Morgen den Sonnenaufgang zu sehen.
Beim Spaziergang um die Bucht kommen wir zur einen Seite zum Katzensammelplatz.

Auf der anderen Seite der Bucht treffen wir uns zum Sonnenuntergang mit unserem behaarten Freund beim Dinner for Three mit Blick auf den Poseidontempel.

Auf den sonnenwarmen Steinen macht Hendrik noch ein paar späte Aufnahmen vom Tempel. Damit schließen wir die Reise durch Attica rund um Athen ab.

Es zieht es uns weiter zur Insel Peloponnes, die erst eine wurde, als sie durch den Kanalbau 1893 vom Festland getrennt worden war. Der Kanal von Korinth erspart den Schiffen die Umfahrung der Peloponnes. Es sind nur noch 6643 Meter zurückzulegen, um von der Adria weiter nach Piräus zu kommen, einer der größten Handelshäfen Europas.
3.1. Nea Peramos
Wir streifen kurz den Hafen von Piräus, fahren um den Golf von Elefsina, bevor wir in Nea Peramos stehen. Von hier sind die wartenden riesigen Containerschiffe zu sehen, die sich wie die LKW auf der Autobahn zum Be- und Entladen anstellen, um zum Hafen zu gelangen. Die Sonne zeigt sich nur noch ab und zu. Am Abend sogar Regenschauer. In den nächsten Tagen wird das Wetter abwechslungsreich, auch die Temperaturen sind nicht mehr so sommerlich warm wie bisher. Zeit sich den Kanal von Korinth und einige Sehenswürdigkeiten anzuschauen, bevor wir so richtig in die
Einsamkeit der Peloponnes eintauchen.
Endlich – ein Delfin!!!!!!

Roma sind gerade per Schiff in der Bucht unterwegs – diesmal als Holztransporter. Bisher haben wir sie nur an Land gesehen, wo sie mit Megaphon ihre Altmetallsammlung ankündigen. Sie horten alles auf ihren Pritschenwagen. Was sich später nicht verwertet lässt, landet auf ihren Grundstücken, ein Sammelsurium, zwischen Kindern, Wäschetrockner und Beeten. Sie wohnen am Rande der Städte und sind der ärmste Bevölkerungsteil Griechenlands. Häufig stehen weibliche Roma vor Supermärkten und betteln. Die Männer haben wir auf den Feldern arbeiten sehen oder sie sind eben als Schrottsammler unterwegs. Es gibt wohl in ganz Europa Projekte Roma zu integrieren, doch sie werden weiter diskriminiert.

05.2.
Kanal von Korinth
Erwartungsvoll stehen wir am nächsten Morgen bereit zum Schiffegucken direkt am östlichen Kanalende. Ab wann wird es hier wohl losgehen?
Um 08:00 – nichts passiert, um 09:00 Uhr regt sich immer noch nichts.
Derweil überlegen wir, ob wir über die Holzbrücke über den Kanal fahren, obwohl sie nur für 3 Tonnen zugelassen ist – machen wir natürlich!

Irgendwann googeln wir, ob sich hier heute noch was tut. Jeden Dienstag sind Kanalarbeiten und deshalb geschlossen. Aber heute ist Mittwoch!
Dann lesen wir, dass wegen mehrerer Erdrutsche der Kanal bereits mehrmals gesperrt wurde, zuletzt nach der Sommersaison 2024 seit November. Von der Brücke aus müssen wir uns mit dem schönen grünen Wasser in der Tiefe des Kanals begnügen, ohne Schiffsverkehr ist aber alles nur halb so spannend.

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