23.1. Museum Marathon
Das kleine Museum inmitten von Feldern ist absolut zu empfehlen.
Ein Bau aus den 70igern, trotzdem hochmodern und lichtdurchflutet.
Die Skulpturen sind schön in Szene gesetzt. In den Vitrinen sind einige interessante Keramiken aus 1400-1200 v. Chr. zu sehen – kleine kuglige Vasen, Gefäße für Lebensmittel, Krüge – viele mit der typischen schwarz bemalten Dekoration.

Grabreliefs und Statuen z. B. eine liegende Gottheit aus dem 2. Jh. v. Chr. und ein Wiedersehen mit den ägyptischen Statuen des Heiligtums Brexiza, deren Kopien wir bereits in Brexiza gesehen haben.
Schönes Puzzle, das wäre doch eigentlich ein Job für mich!

Im Womo-Format ist das dann ein Weihnachstpuzzle.

25.-27.1.25 Nea Makri
Wir stehen bei schönsten Sonnenschein am Rande eines Privatparkplatzes. Im Sommer ist hier sicher viel los und es wird sogar abkassiert.
Im „Winter“ kommen vor allem am WE Tagesgäste baden in die Marathonbucht. Gerade viele ältere Menschen verbringen tatsächlich lange Zeit im kalten Wasser. Nicht nur einmal schnell rein und raus – Nein, hier wir Aquasport betrieben, Laufen im Wasser oder Langstreckenschwimmen.
Wir können nur staunen! Hendrik lässt nichts aus und springt hinterher, ist im nu aber wieder draussen.

Ich dusche lieber.

Strandspaziergänge sind nur begrenzt möglich, da wir unweit eines Militärgebietes stehen – morgens mit Zapfenstreich!
Zur anderen Seite haben wir aber einen schönen weißen Kieselstrand, der bis zu einer kleinen Kirche führt.
28./29.1. Schinias
Wir befinden uns in der Nähe des Nationalpark Schinias-Marathon. Die Bucht vor dem Nationalpark ist riesig. Über Nacht können wir hier nicht stehen. Der Ranger ist schon da und beäugt uns skeptisch, dazu jede Menge Verbote – gibt es eigentlich noch mehr als auf diesem Schild?

Außer Verbotsschilder im Straßenverkehr – Parkverbotsschilder, Durchfahrt verboten, nicht abbiegen oder wenden, haben die Griechen ansonsten wenig Beschränkungen. Das allseits bekannte „No overnight“ mit durchgestrichenem Womo haben wir nicht einmal gesehen.
Etwas mühsam kämpfen wir uns entlang eine Serpentinenstraße, bis wir fast oben am Berg stehen, ein paar Häuser hier und da. An einer Steinbank finden wir einen phantastischen Aussichtspunkt. Wir köpfen ein „Ankerbier“. Vor uns liegen das Meer mit mehreren Inseln, hinter uns der kleine Fährhafen von Agia Marina. Am Abend im Lichtermeer ist alles noch mal so schön.


Und die Tage werden endlich wieder länger, Dämmerung setzt erst gegen 17:30 Uhr ein.

Überall wird gebaut – Stein auf Stein. Dabei entstehen solche Hütten!

Wie schwierig es ist, auf einem Berg zu bauen, können wir nur ahnen. Zunächst müssen die Felsen erst einmal für das Fundament geebnet werden. Die langen Grundstücksmauern werden sogar in Handarbeit gefertigt. Einige in Beton gegossene Baufragmente stehen auch hier mit Baustellen, wo unklar ist, ob überhaupt noch weiter gebaut wird. Wir fragen uns außerdem, ob das nur Sommerhäuser sind, denn die meisten sind derzeit unbewohnt. Was so eine Hütte kostet, können Generationen danach erst abwohnen!
30.1. Marathon
2004 fanden in Athen die olympischen Spiele statt. Heute sind es nur noch Lost Places, wie diese Gebäude der Ruderregattastrecke. Draussen verrotten sogar die Ruderboote!

Fährt man die Hauptstraße nach Athen hinein, findet man neben der blau gekennzeichneten Spur auf der Straße auch die Schilder für die Kilometerangaben des Marathonlaufes, der im November stattfindet.

Die Entfernung von Marathon nach Athen sind genau die Laufdistanz, die der erste Läufer nach der Schlacht bei Marathon nach Athen 490 v. Chr. gelaufen ist, um den Sieg über die Perser zu verkünden.
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