Anavissos 27.12.24  – 03.01.25 Ferienhaus Sommerbriese – Anavissos Beach ab 4.1.25

Nach einer sehr steilen Anfahrt stehen wir vor „unserem“ Haus.

Der offene  Kamin  war ausschlaggebend für die Hausauswahl. Davon sollte man sich aber nicht leiten lassen und so finden wir eine  Inneneinrichtung im  70iger -Jahre-Charme einschließlich der Sanitäranlagen + Küche,  Steinfußboden und eine Klimaanlage vor, die auch heizen kann, wenn man die Fernbedienung entschlüsselt hat. Am Abend sorgt der Kamin für Gemütlichkeit.

2 Katzen sind gratis und  wollen ständig nur fressen. 

Das schönste im Außenbereich ist  der Zitronenbaum mit  vielen reifen Früchten – im Dezember!

Der  Ausblick auf das Meer und  die großzügige Terrasse sind unbezahlbar, sommerliche Temperaturen und Sonnenschein wie bestellt.  Tischtennis macht auch mal wieder Spass.

Das allerbeste ist natürlich das Wiedersehen mit den Kindern, wenn auch der Aufenthalt im Ferienhaus getrübt ist. Max hat sich vom Flughafen ein Andenken mitgebracht – eine fette Erkältung und konnte deshalb nicht alle Ausflüge mitmachen. 

Meinen 60. konnten wir gerade noch so mit den Kindern feiern. Das war mein einzigster Wunsch, der in Erfüllung gegangen ist. Bis auf den Flug hat alles gut geklappt – die Wartezeiten betrugen beim Hinflug unzumutbare  5 Stunden und zurück 8. Wie gechillt ist es doch mit dem Womo!   

Wir lassen es uns soweit gut gehen, erkunden Athen einmal am Abend mit weihnachtlich geschmückten Gassen und der beleuchteten Akropolis und einmal am Tage vom Lykavittos aus, dem  270 Meter hohen Berg mit Blick auf die Akropolis mitten im weißen  Häusermeer. Der Weg zur Terrasse und Kirche am Gipfel ist mit großen Kakteen gesäumt.   Atemberaubender Anblick oder?

Unweit des Ferienhauses steht der Poseidontempel hoch über dem Meer am Kap Sounion (440 v.Chr. erbaut).  Die zum Hafen Piräus zurückkehrenden Seeleute konnten ihn bei der Ankunft sehen und verehrten damit den Meeresgott Poseidon. Leider ist die Woche mit den Kindern viel zu schnell vorbei, ein Treffen Mitte des Jahres noch einmal vorgesehen.

6.1.  Athen –  Anavissosbucht

Wir haben einiges in der Stadt zu erledigen und parken deshalb am Gaudi Olympic Complex. In den großen Park mit vielen Skulpturen zieht es  vor allem junge Familien. Die Kinder können Fahrradfahren, Rollschuh laufen und sich frei bewegen.  In den überfüllten Straßen der Stadt ist dafür nirgendwo Platz. 

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Zufällig stossen wir hier auf eine  Kolonie Möchnssittiche, weil sie lautstark über uns hinwegfliegen.    Mönchssittiche sind  Neozoen, also gebietsfremde Tiere.    Solche Vögel verortet man ja eher auf anderen Kontinenten –  oder im Zoo.  Sie kommen eigentlich aus Amerika,   haben sich hier eine Vogelkolonie aufgebaut und werden von den Bewohnen mit  Futter und Wasser versorgt. Sie sind die einzige Sittichart, die Nester mit mehreren Wohneinheiten baut. Total unterhaltsam, was die Vögel so veranstalten – ob sie sich zanken, aus ihren Wohnhöhlen schauen oder kopfüber an ihren Nestern bauen, ist einfach ulkig  (s.a. Bilder). 

7./8./9.1. Anavissos Beach

Wir kehren in die Nähe des Ferienhauses zurück, denn hier haben wir einen schönen Strand gefunden, wo wir einige Tage bleiben. Buchten, kleine Berge und Inseln um uns herum laden zum Spazieren und Angeln ein. Bei der Ankunft laufen uns mehrere Landschildkröten über den Weg. Nicht nur wir finden den Platz super. Zuerst steht nur ein Schweizer Womo  hier, dann ein Este, Belgier, Dänemark – alles ist vertreten.  Wir gehören bald zum Inventar und werden freundlich von den Einheimischen gegrüßt. 

Nach dem Ferienhaus bin ich sehr froh wieder in  meinen eigenen 4 Wänden zu sein – kurze Wege, muggelig und nur eine Handbreit vom Wasser entfernt. Wie frei ist doch das Wohnmobilleben!  Das Wetter bleibt weiterhin freundlich bis 20 Grad, Sonne und warme Nächte um 15 Grad mit herrlichem Sonnenuntergang. So haben wir uns den Winter vorgestellt! 

Heute am Allerheiligen sind die Gaststätten gut gefüllt. Die Weihnachtsferienzeit geht  in Griechenland 12 Tage und ist mit dem 6.1. beendet.  Die Griechen sitzen  am Strand und baden.  

Einen Tag später ist die Gegend wie ausgestorben. Nur einige Leute kommen täglich:  das ältere Paar mit den zwei Hunden – der kleine schwarze hat verkrüppelte Pfoten, der Mann mit Zopf und Hund – viele ältere griechische Männer tragen ihr Haar wie Karl Lagerfeld dazu die legendären Sonnenbrille, der Mann am Nachmittag mit dem Segelflugmodell. Und dann der Fischer mit seiner Frau –  jeden Tag nach dem Mittagessen kommen sie mit dem Auto, setzen sich auf ihre weißen Plastestühle immer mit viel  Abstand voneinander und angeln bis zum Abend ohne sich von der Stelle zu rühren.  Ein paar 30 cm große Fische landen in ihren Plastebeuteln – täglich grüßt das Murmeltier!

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