20.11. Mesimvria

Eigentlich haben uns nur die Amphoren zur Ausgrabungsstätte Mesimvria gelockt. Sie stecken kopfüber im Sand und sollten ursprünglich das Haus vor steigendem Grundwasser schützen. Unter einer Überdachung sind sie gut zu sehen. Das umzäunte Gelände ist geschlossen. Der Strand ist herrlich und völlig menschenleer, der Stellplatz eine Handbreit vom Meer entfernt.

Den Tag verbringen wir gemütlich. Ein großer Hund leistet uns bald Gesellschaft. Am Abend wird eine riesige Ziegenherde über die Felder getrieben und wir mittendrin.

21.11. Komoti
Die Nacht beginnt bei Windstärke 6. Das Meer schäumt wütend gegen das Land. Die Wellen tosen und bringen uns um den Schlaf. Wir stellen das Womo noch einmal um, denn wir wissen nicht, wie weit die Wellen reichen. Der Mond scheint in der Frühe hell ins Fenster hinein. Die Brandung ist noch immer stark, die Wellen rollen als weiße Gischt über den Strand. Trotzdem haben wir Temperaturen um 18 Grad. Dieses Wetter ist ungewohnt für uns.
In der Stadt Komotini finden wir im Gassenlaberynth den Uhrenturm mit der arabischen Schrift. Vom Minarett ruft ein Muezzin. Es gibt einige orientalische Leckereien, alles schön süss und klebrig. Obst und Gemüse kaufen wir natürlich auch!



Viele Läden sind schon weihnachtlich dekoriert, während wir in Sommerhosen herumlaufen. Auch in dieser Stadt tigern jede Menge Katzen frei herum.
Abends brennt der Himmel im Sonnenuntergang.

22.11. Arogi
Genauso dramatisch ist der Sonnenaufgang.
Im Morgengrauen noch vor Sonnenaufgang treffen die ersten Angler ein bei 3 Grad Temperatur. Geangelt wird hier von Ufer aus. Meist werden mehrere Ruten direkt in den Sand in eine Hülste gesteckt, der Angler sitzt daneben und …wartet. Wir haben bis jetzt noch nie jemanden einen Fisch aus dem Wasser ziehen sehen.
Um 07:30 Uhr Sonnenaufgang mit ähnlich dramatischem Himmel wie gestern der Sonnenuntergang. Morgens haben wir wieder Hundebesuch – Katzis wären uns lieber.Sie tun uns zwar leid, aber Hendrik erklärt ihm, dass er der Chef ist. Da trollt er sich gegenüber auf die Müllkippe. Als wir nächsten Tag wegfahren, bekommt er doch noch sein Leckerli von uns – dem traurigen Blick kann doch niemand widerstehen!

Auf der Seeseite gegenüber sehen wir erstmals Flamingos im flachen Wasser. Darauf hat Hendrik gewartet – Vögel fotografieren. Wir befinden uns im Überschwemmungsgebiet des Vistonis-See mit Salzwiesen und flachen Seen, wo es außerdem Graureiher, Seidenreiher und sogar Pelikane gibt.
23.11. Vistonis-See
Wieder einmal hat uns der Sturm in der Nacht überrascht. Obwohl wir ein paar Meter entfernt vom Meer stehen, zerrt der Wind am Womo. Nach Mitternacht stellen wir uns an den gegenüberliegenden See im Schutz einer verlassenen Strandbar.
Am Vormittag sind wir weiter den Vögeln auf der Spur und durchfahren das Vogelgebiet des Vistonis-See.
Mittendrin befindet sich das Kloster St. Nikolaus auf einer Insel, die durch eine Holzbrücke zu erreichen ist. Ungestört können wir das blau-weisse Kloster fotografieren, auch innen die schönen Ikonen und Freskomalereien.


Der Pope stellt süße Snacks für die Besucher bereit. Gemeint sind die Bustouristen, unter die wir uns schnell einreihen, um auch etwas abzubekommen.
Nachmittags durchfahren wir einige Wege an der Lagune, an denen zahlreiche Vögel leben, allerdings sind sie doch recht weit weg. Trotzdem schießt Hendrik unendlich viele Bilder von Flamingos und Pelikanen s. Natur.
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