12.11. -15.11.

12.11. Sofia

Das Zentrum von Sofia besuchen wir einmal am Abend und den nächsten Vormittag im Schnee.  

Die Stadt ist großartig –  prächtige Gebäude, weitläufige Parks und breite Alleen. 

Mittendrin die  Alexander-Newski-Kathedrale,  die größte Kirche im Zentrum der Stadt. Die goldenen Kuppeln sind weithin zu sehen. Beim Eintritt in die Kirche ist alles groß und mächtig – und dunkel. Kaum ein Lichtstrahl dringt in die Kirche. Ikonenmalerei, Baldachine und Messingkronleuchter – die biblische Geschichte bleibt uns aber weiterhin verborgen.

Wir laufen durch das Bankenviertel bis zur Rotunde des Heiligen Georg, dem ältesten Gebäude Sofias aus dem 4. Jh. Rund um die Kirche gibt es noch weitere Ruinen unterhalb der Stadt. 

Am meisten beeindruckt hat mich die kleine russische orthodoxe Kirche Sweti Nikolaj. Ist sie nicht hübsch mit ihren goldenen Zwiebeltürmchen und bunter Fassade! Wir folgen einer Frau zu einer kleinen Kapelle im unteren Teil der Kirche. Kurz nach uns kommt der Pope. Mit voller Stimme setzt er zum Gesang an und die anwesenden Frauen stimmen ein. Die russische Seele setzt Emotionen frei.  

Nach dem Kirchgang wollen wir uns  in einem russischen Kaffeehaus für den Rückweg stärken.  Allerdings bleiben wir nicht lange auf dem  gemütlichen Sofa sitzen. Wir vermissen unseren zweiten Womo-Schlüssel! Was, wenn unser Reisegefährt geklaut wird, weil der Schlüssel gleich daneben liegt, falls er Hendrik aus der Tasche gefallen ist? Wir haben sofort Bilder im Kopf, stürzen aus dem gemütlichen Gastraum. Natürlich Fehlalarm! Als wir ankommen, hängt der Schlüsse brav im Womo. Außerdem stehen wir auf einem bewachten Parkplatz für 10 Euro die Nacht, was soll da schon passieren?!   

Auch das ist Sofia!

13.11. Starozagorski mineralni Bani 

Von der Großstadt landen wir 200 km später an einem kleinen See auf der Suche nach einem Thermalheilbad.

Starozagorski mineralni Bani ist zwar als Kurort unweit von Stara Zagoro angezeigt, das Bad suchen wir zunächst vergeblich. Wir  verbringen  eine ruhige Nacht bei Temperaturen um 6 Grad.  

Die meisten Bäder im Lande sind aus Kostengründen geschlossen, suchen einen Investor oder sind gleich zu Museen ausgebaut wegen der  historischen Fassade.  

Übrigens ist auch unser Bulgarien-Reiseführer  schon historisch – 2001 aufgelegt. 

Am nächsten Vormittag finden wir, was wir gesucht haben im Calista Spa im Vier-Sterne-Hotel. Das Wasser ist schön warm – 39 Grad, Sprudeldüsen überall, 3 Saunen, Ruheraum mit beheizten Bänken, rundum eine richtige Wohlfühloase. Zuerst sind wir ganz allein. Vielleicht schreckt der Preis ab, 20 Euro pro Nase als Tagesticket. Porentiefrein verlassen wir das schöne Hotel, dem man von aussen gar nicht ansieht, was so alles in ihm steckt. 

14.11. Pomorie – Schwarzmeerküste

Bis zur  bulgarischen Schwarzmeerküste sind es nur noch 100 km. Am kleinen Kloster „Geburt der Heiligen Jungfrau“ haben wir eine ruhige Nacht  verbracht bis  wir mit fröhlichem Glockengeläut geweckt werden.Die Nonnen gehen ihrer Arbeit nach, fegen Laub. 

Bei Burgas schnuppern wir zum ersten Mal Meeresluft, machen aber erst in Pomorie Halt, wo wir erste Reihe stehen, da wo die Meereswellen geräuschvoll an den Strand rollen.

Hier is schön – hier blieben wir. Nun muss nur noch einer die Sonne anknipsen. 

Die Strände sind menschenleer. Allerdings haben wir schon eine Vorstellung, wie es hier zugeht, wenn im Sommer die Hotels, die gleich hinter dem Strand liegen, mit Touristen aufgefüllt sind. Der Sand ist grau, etwas grob  und mit Muscheln durchsetzt.

Was in Rumänien die streunden Hunde sind, so sind es in Bulgarien streunende Katzen:

z. B. Strand-, Laub- und Müllkatzi.

Der Salzsee hinter dem Meer verspricht heilende Wirkung. Wir stehen direkt neben dem Rehazentrum, leider nicht für die Öffentlichkeit gedacht. Weit hinten im Meer steht ein kleiner Leuchtturm. Wir können wieder unserer alten Leidenschaft nachgehen. Hendrik macht ein paar Fotos.  Rückzu gehen wir durch die Hotelschluchten. Ganz schön unheimlich. Gaststätten und Kioske sind geschlossen, alles wirkt wie ausgestorben, wie eine Geisterstadt aber nicht Lost places, dazu sehen die Hotels zu feudal aus. 

15.11.

Haushaltstag – Einkaufen und Waschsalon! 

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