Woche 24.-27.10.

Der 24.10. steht als offizieller  Beginn unseres Reiseabenteuers!

Wir haben richtig Glück  mit dem Wetter, fahren in den goldenen Herbst, die Sonne scheint  warm, färbt die Natur noch einmal golden bevor die Blätter fallen. Wir stehen  in der Nähe von Weißenfels bei Zorbau am Auensee zur Nacht. Auf der glatten Oberfläche des Sees spiegeln sich die Bäume in allen Farben wieder, Indian Summer in Deutschland.  

Schon am Mittag spazierten wir im Luisium, eine Gartenanlage unweit des Wörlitzer Parks,  im englischen Stil angelegt ein romantisches kleinen Schlösschen mit weißer Holzbrücke davor. Alles  nur für  Louise, die Gemahlin von Fürst Leopold, der ihr dieses Anwesen spendierte, damit sie in aller Abgeschiedenheit  unter hohen Bäumen in ihrem  Schlossgarten wandeln konnte.  Noch heute ist kein Mensch weit und breit zu sehen. Auch wir  genießen den Herbst in aller Ruhe.  

25. 10. Frankenwald, Selb

Die Nacht ist  noch recht warm, Fenster geöffnet. Gegen 3 Uhr morgens hören wir durchdringende Katzengeschreie,  lang anhaltend heulen sie den Mond an. Wir stehen allein mitten in der Natur – da kann so was schon mal vorkommen. Welches unserer Nahkampfabwehrmittel setzen wir nun ein, um sie los zu werden? Trillerpfeife? Hendrik setzt auf Lichtsignale – und er verscheucht sie damit tatsächlich.   

Nach einem gesunden Haferschleimfrühstück sporteln wir eine Runde um den See, der wie am Abend spiegelglatt vor uns  liegt.  

Ich bin weiter der Suppenkasper.  Mittags und abends Kürbissuppe.

Heute aber die Ausnahme – Gulaschsuppe. Denn wir haben es endlich geschafft – das Brückenrestaurant Frankenwald liegt vor uns! 

Tausend Mal gesehn, tausend Mal ist nichts geschehn.

Mit dem Fahrstuhl geht es nach oben. Wir kommen direkt über der Autobahn zum sitzen. Haben wir doch den allerbesten Platz mittig über der Autobahn erwischt! So haben wir uns das vorgestellt. 

Über die Hälfte des Restaurants ist McDoof, nur ein kleiner Teil hat eine eigene Selbstbedienungsgaststätte allerdings auch nur mit frittierten Gerichten und eben Gulaschsuppe,  die aber sehr lecker schmeckt nach zu viel Kürbissuppe in den letzten Tagen. 

Irgendwie verpassen wir die Autobahnabfahrt Richtung Regensburg, das kostet uns 50 zusätzliche km. Deshalb landen wir zum Abend wieder einmal in Selb, der Porzellanstadt. Hier haben wir schon öfter ein Nacht auf der Durchreise verbracht. Aber diesmal schauen wir uns das Städtchen mal genauer an. Vieles ist hier aus Porzellan – der Porzellanbrunnen vor der Kirche, die Porzellangasse und das viele Porzellan in den Schaufenstern, Second Hand  vollgestopft mit Porzellan.  Das Städtchen wirkt recht unbeweglich, wenig Leute, ab und zu eine bunte Kaffeekanne in der Größe eines Medizinballes am Rande der Strasse. 

Aber es gibt hier ein Eisstadion! Ab  19:30 Uhr steppt hier der Bär, nicht der Berliner Eisbär sondern die Selber Wölfe gegen die Regensburger  Eislöwen. Unser Übernachtungsparkplatz am Stadion  ist deshalb knallvoll. Die Polizei war auch schon da, wir am Waldesrand nur stille Beobachter. Gegen 22 Uhr ist der Spuk vorbei, alle Autos wieder weg, als ob nie etwas war. 

Es scheint doch eine ruhige Nacht zu werden.

Die Wölfe verlieren übrigens.

26.10. Regensburg

Wir haben ein neues Zeichen auf unserer Wetterapp entdeckt – 3 Wellen. Das bedeutet Morgenspaziergang im Nebel.  Der kleine Wunsiedler Weiher, den wir bei Sonnenschein noch gut in Erinnerung haben, ist nicht mehr zu sehen, nur noch seine Uferränder. Dafür gibt es hier einen prima Pilzwald. Schnell haben wir eine Mahlzeit zusammen.

Am späten Nachmittag schauen wir uns Regensburg an. 

Ein Typ, der sich während unserer Mittagspause für unseren Fahrradträger am Womo interessierte, hat uns im Gegenzug Tipps für Regensburg gegeben. So landen auch wir auf der steinerne Brücke zum Sonnenuntergang. Erinnert uns sehr an Prag. Statt der Maler gibt es hier Musiker. Die Sonne verschwindet mit Akkordeonmusik hinter der Stadt. 

Schnell wird es dunkel. Der ersten Parkplatz, den wir für die Nacht anfahren ist nicht geeignet und so landen wir Nähe Regensburg in nächsten Ortschaft neben einem Spielplatz. Am nächsten Morgen wartet eine besondere sportliche Aktivität auf uns. 

27.10. Wenzenbach

Was ist das? Mülleimer für Hundetüten? Fahrradständer? Wäschetrockner?

Erst dachten wir es nennt sich Discogolf. Ne auch nicht – Discgolf!

Das spielt man mit Discgolfscheiben oder einfach mit Fresbees.

Und das ist der Korb dafür, den man mit der Scheibe treffen muss – verteilt über den

großen Spielplatz gibt es einen Parcour mit vielen Körben.

Richtige Meisterschaften gibt es dafür! Warum auch nicht, es gibt ja auch Murmelvereine. 

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